Ich bin der Finck – leicht gedrosselt“

Werner Finck – Kabarettist unterm Hakenkreuz

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Werner Finck war Kabarettist, Schauspieler und Schriftsteller. Er machte politisches Kabarett, als andere längst nur noch „Kabarett“ machten. In den Jahren 1929 bis 1935 war er der Conférencier und später Leiter der berühmten Berliner Katakombe, bis diese auf Anordnung Goebbels geschlossen wird. Nach Gefängnis und Internierung im KZ Esterwegen trat er bis 1939 in zahlreichen Berliner Kabaretts auf und ließ sich den Mund nicht verbieten. Das führt schließlich auf Anordnung Goebbels zum Ausschluss aus der Reichskulturkammer und zum Auftrittsverbot. Finck überlebt als Soldat Krieg und Gewaltherrschaft, da viele Vorgesetzte ihn schützen. Der Theaterkritiker Friedrich Luft schrieb über Werner Finck:

„Er hatte kein Programm, auf eine Ideologie war er nie eingeschworen. Aber sein Witz und seine Lust am Widerspruch und am Widerstand zuckten, sobald er das Gefühl hatte, man wolle seine Freiheit beschneiden.

Eckhard Radau erzählt die Bühnengeschichte Werner Fincks, von dessen künstlerischen Gehversuchen in Schlesien, der Gründungsphase der Kabarett-Bühne Katakombe, Fincks ständigem Kampf mit Joseph Goebbels, seinen Eskapaden als Soldat, bis zu erneuten Schwierigkeiten des Kabarettisten in der Adenauerzeit. Dabei schlüpft er zeitweise in die Rolle Werner Fincks und spielt dessen Sketche. Der Pianist Bernd Düring übernimmt den musikalischen Part, indem er Chansons von Finck und anderen Katakomben-Stars anstimmt,
die Radau zum Vortrag bringt, und musikalisch die Zeitreise interpretiert.

14.02.2020 im Movememt Theater Bielefeld

Haller Weg 38  33617 Bielefeld   0521-14-38238

www.movement-bielefeld.com

 

 

 


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