„Seine Gabe, Worte zum Leben zu erwecken, ist unbeschreiblich. Das ist mehr als erlernbares Schauspiel. Dieser Mann lebt die Texte, (…) als kämpfe er um Zuhörer, die nicht nur zuhören, sondern auch verstehen. Als kämpfe er vorrangig darum, dass diese Texte nicht nur amüsieren, sondern wachrütteln. (…) Eckhard Radau zu erleben heißt: ein Feuerwerk sehen, hören, spüren.

Lippe aktuell , Detmold”


„Ich möchte euch mal die Wahrheit sagen!“ Mit diesen Worten schlängelt sich Eckhard Radau durch die Zuschauermenge und betritt die Bühne. Was folgt ist eine geteilte Wahrheit, eine sich wandelnde, eine paradoxe Wahrheit aus der Sicht früher Kabarettisten, Dichter und Musiker, aber auch aus Radaus Sicht. Bernd Düring am Klavier und Dieter Nowak am Schlagzeug entlocken den Instrumenten Töne, die das davon gefangengenommene Publikum den Zeitgeist erleben, aber auch Widersprüchliches erkennen lassen (…) Für dieses Geschichts- und Kulturerlebnis dankte das Publikum mit spürbarer Spannung, Faszination und viel Applaus.“

Westfalen-Blatt, Paderborn”


„Die Stirn in tiefe Falten gelegt, auf dem lichter werdenden Haupte mal Zylinder, mal Matrosenkappe: Radau ist ein Mann mit vielen Gesichtern. Sänger, Rezitator, Komiker: ein Multitalent, dem man den leicht angesäuselten Seemann Kuddel ebenso abnimmt wie den schnieken Conférencier. (…) Pfeifend und tänzelnd verband Radau, der so herrlich berlinern kann, politische Spitzen mit leichter Muse (…).“

Neue Westfälische, Bielefeld”


„Der Paderborner Kleinkünstler E. Radau bot uns große Kleinkunst „at its best“. Das Motto des Abends war fließende Selbstverständlichkeit, konzentrierte Leichtigkeit und Unterhaltung auf hohem Niveau. Radau präsentierte politisches und wunderbar vorgetragenes Kabarett in bester Tradition des Senftöpfchens oder Lach und Schieß. Texte von Kästner, Tucholsky und Ringelnatz – immer noch erstaunlich aktuell – wurden gekonnt und pointiert vorgetragen. Wechselnde Dialekte, gekonnte Mimik und sprühender Witz rundeten sein Spiel zu einem rundherum gelungenen Kabarettabend ab. Mir persönlich gefielen die Texte und Lieder – oder eher gesungenen Ansprachen – des Mittelalterdichters Francois Villon am besten, da er selbst jahrelang im Kerker saß und so seine Texte und Balladen die Empfindungen im Knast radikal ausdrücken.

“ Knast-Zeitung Aachen”


Am 15.05.2015 in der Parkbuchhandlung Bad Godesberg

Kritik (pdf) von von Ebba Hagenberg-Miliu/General-Anzeiger Bonn:

Kabarett-Abend in der Parkbuchhandlung
Am Ende kam das Buchenwaldlied

Kabarett-Abend

Von Ebba Hagenberg-Miliu
BAD GODESBERG. “Dein ist mein ganzes Herz”, schmetterte der einst gefeierte
Tenor Richard Tauber vom Band scheppernd durch die Parkbuchhandlung, als
ein Herr in Frack und blank polierten Schuhen tänzelnd nach vorne strebte.
Einen bewegenden Kabarettabend geben Eckhard Radau und Pianist Bernd Düring
in der Parkbuchhandlung. Foto: Ronald Friese
Als Alter Ego von Fritz Löhner-Beda, also des Komponisten dieses Ohrwurms
vergangener Zeiten, führte Eckhard Radau nun durch einen ebenso
unterhaltsamen wie tragischen Abend, am Klavier kongenial begleitet vom
ebenso geschniegelten Bernd Düring.
“Wir werden erleben, wie lebensgefährlich Kabarettkunst zur Nazizeit war”,
hatte Gastgeber Felix Ter-Nedden diesen ersten Abend seines
Frühlingsprogramms eingeleitet. Man werde mitverfolgen, wie Rassenwahn
vor niemandem haltmachte, auch nicht vor den beliebtesten Künstlern, hatte
Daniel Friedenburg für den Mitveranstalter, die Friedrich-Naumann-Stiftung,
erläutert. Er halte diesen Abend “angesichts des Antisemitismus heute” für
sehr wichtig.
Und dann ließen die Herren im Frack die Ohrwürmer der 1920er und 1930er
Jahre, die allesamt von diesem in Böhmen geborenen Österreicher mit dem
so unbekannten Namen geschrieben wurden, nur so in die voll besetzte
Buchhandlung perlen. Jüdisch Löwy hieß der geniale Librettist eigentlich,
aber da sei das eher arisch klingende Löhner-Beda sicher der Karriere
förderlicher gewesen, erläutert Radau nebenbei, während er die kecken Hits
des damals aufkommenden Tonfilms nacheinander zum Besten gab.
“Oh Donna Clara, ich hab’ dich tanzen geseh’n”, schwang im Tangoschritt
durch den Raum. “Deine Schönheit hat mich toll gemacht”, kam schnarrend
hinterher. Radau traf den schlüpfrigen Schmelz dieser nach Amüsement
lechzenden Zeit ebenso wie den ironischen Ton, mit dem sich Frauenheld
und “Simplizissimus”-Autor Löhner-Beda über die Dadaisten und sonstigen
-isten seiner Zeit herrlich lustig machte.
Eine reiche, schöne Frau hatte dieser Hans-Dampf-in-allen-Gassen
geheiratet, in Saus und Braus gelebt, die Operettentexte für Adolf Hitlers
Komponisten Franz Léhar verfasst, berichtete Radau weiter. Was machte es,
dass der Chauffeur ein ausgemachter Nazi war? Dachte wenigstensLöhner-Beda – bis
ihn genau dieser Chauffeur den braunen Bluthunden ans Messer lieferte. Der Texter von
Hitlers geliebten Gassenhauern wie “Du schwarzer Zigeuner” kam selbst nach Dachau
und Buchenwald.
Wo Häftling Löwy schließlich das Lied schrieb, was zu Weihnachten 1938 an die 11 000
dem Tod Geweihte sangen: das Buchenwaldlied, in dem Gefangenenkolonnen in den
grauenden, grauenvollen Morgen ziehen. Vor diesem Hintergrund ging Radaus
Interpretation durch Mark und Bein. Es sei das erste anständige Lied von ihm gewesen,
soll der 1942 ermordete Löhner-Beda gesagt haben.

 


Kabarett Radau in Geseke Kritik Ulla Meyer Kabarett-Radau-Gneralanzeig

Kabarett-Radau-im-AmaltheaKritik NW/30.04.2013

 

kritik wv 12.11.2012kritik nw wpKritik Stieneke mit-lusi-und-laune eZeitung-1

Ge-Elsen-jubiläum-2010

texte-der-Weimarer-Zeit